INSEL LANGELAND 1986
Der Beginn meiner Leidenschaft:
Meine erste gefangene Meerforelle auf Langeland (1986)
Meine Familie und ich verbrachten die Osterferien in einem Ferienhaus auf
Nordlangeland. Ich war damals 14 Jahre alt.
Meine Angelausrüstung war einfach: eine drei Meter lange D.A.M.-Teleskoprute mit einem
Wurfgewicht von 60 g.
Meine Stationärrolle war mit einer 0,35 mm starken Monofilschnur bespult.
Eines Morgens beobachtete ich an unserem Strand einen Mann, der mit Pose und Heringsstreifen angelte.
Er fing dort eine große, silberne Meerforelle von über 70 cm Länge.
Fasziniert von diesem Anblick kam ich mit dem Mann ins Gespräch.
Zum Abschied schenkte er mir einen 18-g-Blinker mit den Worten, dass dieser Blinker gut für den Fang von
Meerforellen sei.
Noch am selben Tag montierte ich den Blinker an meine Rute und machte mich hoch motiviert auf den Weg
zu unserem Strand.
Dort angekommen wehte eine leichte Brise und sanft kräuselte sich die Wasseroberfläche.
Ich begann zu fischen und nach ein paar Würfen geschah, was geschehen musste:
Plötzlich und unerwartet spürte ich einen Ruck. Die Rute bog sich und ich konnte den sich wehrenden Fisch
deutlich bis in das Handteil des Rutengriffs spüren.
Nach kurzer Zeit konnte ich meine erste Meerforelle auf Langeland landen.
Ich war überglücklich und stolz und mein Vater fotografierte mich mit meinem Fang im Garten unseres
Ferienhauses.
Von diesem Tag an hatte mich das Meerforellenfieber gepackt und ich lernte, die Küsten von Langeland
fortan mit ganz anderen Augen zu sehen.
Eigentlich bin ich der Junge von damals geblieben, der einfach nur angeln wollte.
Und bis heute verspüre ich das gleiche Kribbeln im Bauch, wenn ich zum Meerforellenfischen an die Küste gehe – genauso wie 1986 auf Langeland, als alles bei mir begann.

Foto: Ernst Jendrichowski • 1986 Andreas Jendrichowski - Erste Meerforelle auf Langeland
