PG Reje | Garnelen - Imitation ohne Glitzer| LANGELAND FLYFISHING

Die PG Reje (PG Garnele) – Die Garnelenimitation
 

PG Reje mit roten Augen und gesprenkelter Perlhuhnfeder vor dunklem Hintergrund.


Die PG Reje – Eine einfach und schnell zu bindende Garnelenimitation

Die PG Reje (PG Garnele) habe ich im Jahr 2017 für das Meerforellenangeln an der Küste entwickelt und gebunden.

Mein Gedanke war es, eine einfache und effektive Garnelenimitation zu kreieren, die mit nur wenigen Materialien schnell und unkompliziert zu binden ist.

Der relativ kleine, kompakte, aber luftige Körper mit der schwarz-weiß gesprenkelten Perlhuhn-Flankenfeder erzeugt unter Wasser eine natürliche Form und Silhouette.

Besonders im Frühling und Herbst hat sich die PG Reje im klaren Ostseewasser an schwierigen Angeltagen bewährt.

Der Name PG Reje ist einfach erklärt: Das P steht für Perlhuhn (Federhechelmaterial, Guinea Fowl) und das G für Garnele (Reje).

Diese Garnelenimitation benötigt kein Glitzer.

Mit den nötigen Bindematerialien und etwas Übung lässt sich die PG Reje leicht nachbinden.

 

 

Materialliste für die PG Reje (PG Garnele)

  • Haken: F314 Gamakatsu, Gr. 4 - 6
  • Schnur: Transparenter monofiler Faden
  • Beschwerung: 0,35 mm Bleidraht (Länge ca. 4 - 5 mm je nach Bedarf)
  • Mundwerkzeuge / Antennen / Fühler: 6 - 7  Wildschweinborsten (Schwarzwild-Rückenborsten)
  • Augen: 0,50 mm Monofil, geschmolzen und rot markiert mit einem wasserfesten Stift (oder fertige Augen)
  • Körper: Hasendubbing (hellbraun)
  • Hechel: Eine geeignete große Perlhuhn-Flankenfeder
  • Hilfsmittel: Bindelack, UV-Kleber, Bürste



Bindeanleitung für die PG Reje (PG Garnele)

1. Die Beschwerung – Gewichtung

Nach der ersten Grundwicklung am Hakenschenkel wird ein ca. 4 - 5 mm langer 0,35-mm-Bleidraht mittig und unterhalb des Hakenschenkels eingebunden.

Die Bleigewichtung unter dem Hakenschenkel ist variabel je nach Bedarf.

Dadurch zeigt die PG Reje beim Fischen ein stabiles Lauf- und Sinkverhalten und unterstützt das natürliche Bewegungsmuster und Fluchtverhalten positiv.

2. Die Mundwerkzeuge aus Wildschweinborsten

Anschließend werden die Mundwerkzeuge der PG Reje mit 4 - 5 Wildschweinborsten eingebunden und imitiert.

Das sind Wildschweinrückenborsten vom Schwarzwild. Diese sind widerstandsfähig und brechen nicht.

3. Die roten Garnelenaugen

Zuerst ein Kügelchen hellbraunes Hasendubbing hinter dem Hakenbogen einbinden und formen. Anschließend das Dubbing etwas ausbürsten.

Nun werden die Augen gleichmäßig auf Höhe Ende des Hakenbogens eingebunden. (Fertig gekaufte Augen funktionieren natürlich auch.)

Ich fertige die Augen der Garnele selbst an. Dafür verwende ich 0,50 mm transparente monofile Angelschnur. Über einer Flamme lassen sich mit ein wenig Übung passend große Augen schmelzen. Anschließend werden die Augen mit einem roten wasserfesten Stift markiert.

4. Die Antennen (Fühler) aus Wildschweinborsten

Zwei Antennen (Fühler) werden parallel zu den Augen eingebunden und anschließend in einem Arbeitsschritt mit Bindelack gesichert.

Die Fühler haben eine Länge von ca. 2 cm. Das ist das Maß zwischen Augen und Ende der Fühlerspitzen.

Ich verwende gerne für die Antennen Wildschweinrückenborsten vom Schwarzwild. Diese haben tolle Eigenschaften. Sie sind flexibel und verästeln sich zum Ende hin sehr fein. Das verleiht der Fliege etwas sehr Natürliches.

5. Der schlanke Körper aus Hasendubbing

Nun wird hellbraunes Hasendubbing gleichmäßig und sparsam auf den monofilen Bindefaden gesponnen. Danach forme ich einen schlanken Körper Richtung Hakenöhr. Der Körper endet etwa 3 - 4  mm vor dem Öhr. Anschließend bürste ich den Körper etwas aus.

Rückblick:

Früher verwendete ich für die PG Reje einen Dubbing-Mix aus ca. 3/4 Wildschweinunterwolle (hell) und 1/4 Hasendubbing (hell).

Dieser Mix erzeugte viel Volumen.

Das war gut für die Optik, aber nachteilig für die Form des Körpers der Fliege.

Heute verwende ich für den Körper hellbraunes Hasendubbing. Dieses harmoniert  im nassen Zustand optisch mit der Perlhuhn-Flankenfeder.

Außerdem liegt die Hechel der Perlhuhn-Flankenfeder eng am Körper an und gibt unter Wasser eine realistische Form ab.

 

6. Die Deckhechel (Perlhuhn-Flankenfeder) & der UV-Kleber-Trick

Zum Abschluss wird eine passend große, schwarz-weiß gepunktete Perlhuhn-Flankenfeder am Federkiel voran gleichmäßig eingebunden.

Anschließend werden die einzelnen Hechelfasern Richtung Augen bzw. Hakenspitze gleichmäßig nach vorne gebürstet.

Danach wird der Abschlussknoten gesetzt.

Jetzt entfaltet die Feder ihr typisches, natürlich wirkendes schwarz-weiß gesprenkeltes Körpermuster.

Idealerweise ragen die einzelnen Hechelfaserspitzen im eingebundenen Zustand ca. 3 - 5 mm über die Augen der PG Reje hinaus und decken sie leicht ab.

Tipp – der UV-Kleber-Trick!

Damit sich die einzelnen Hechelfasern der Perlhuhnfeder nicht vom Körper der PG Reje abspreizen können, drücke ich sie mit den Fingern flach an den Hakenschenkel.

Anschließend fixiere ich die Hechelfasern direkt vor dem Abschlussknoten rundherum mit ein wenig UV-Kleber.

So behält die PG Reje dauerhaft ihre natürliche Form und ihr charakteristisches gesprenkeltes Körpermuster bei.

 

 

 Nasse PG Reje (PG Garnele) zeigt ihre gesprenkelte Silhouette mit roten Augen vor dunklem Hintergrund.



Köderführung, Taktik und Praxiserfahrungen mit der PG Reje
 

Die PG Reje ist keine besonders auffällige Fliege und hat keine starke Eigenbewegung.

Erst der Angler verleiht dieser Garnelenimitation durch seinen individuellen Einholrhythmus ihre Attraktivität unter Wasser.

An der Fliegenrute fische ich die PG Reje gerne in unregelmäßigen, meist kurzen, zackigen Einholbewegungen mit eingebauten Stopps.

Gerne lasse ich die Fliege auch für ca. 2 - 4 Sekunden durch die Wassersäule absinken.

Die Körperform der PG Reje erzeugt relativ wenig Wasserwiderstand und sinkt je nach Beschwerung unterschiedlich schnell zwischen den Stopps ab.

Die Beschwerung unter dem Hakenschenkel verleiht der PG Reje ein stabiles Lauf- und Sinkverhalten und unterstützt das natürliche Bewegungsmuster und Fluchtverhalten positiv.

Im Laufe der Zeit hat mir die PG Reje schöne, blanke Meerforellen zwischen 50 und 64 cm beschert.

An schwierigen Tagen, wenn die Fische vorsichtig und zickig beißen, hat die PG Garnele mir so manchen Tag an der Küste gerettet.

Diese Garnelenimitation hat immer wieder ihre Vielseitigkeit an der Küste bewiesen.

Deshalb hat die PG Reje zusammen mit der Mika Fly und dem Langeländer Pølse Flue einen festen Platz in meiner Fliegenbox.

 

 

 

Blanke Meerforelle liegt im braunen Blasentang, mit der PG Garnele im Maulwinkel. Fliegenrute mit Rolle und geschwungener Fliegenschnur.

 
Ein Wort zum Schluss . . .

LANGELAND FLYFISHING ist mein Herzensprojekt! 

Hier geht es mir um Information und Wissensaustausch. Deshalb zeige ich meine Fliegen genau so, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Ich teile gerne die PG Reje mit euch – wenn ihr wollt, bindet sie nach, fischt sie und fangt an der Küste eure Meerforellen mit ihr.

Über ein ehrliches Feedback zur PG Reje freue ich mich sehr.

Gerne könnt ihr mir eure Erfahrungen und Fangerlebnisse über das Kontaktformular meiner Webseite zusenden.

 

Ich wünsche euch an der Küste immer eine stramme Leine.

Petri Heil & Knæk og Bræk!

Andreas Jendrichowski – LANGELAND FLYFISHING

 

 

    •    PG Reje (PG Garnele)

    •    Mika Fly

    •    Langeländer Pølse Flue 

 

Diese drei Fliegen sind meine Privat- Muster und werden nicht gewerblich im Handel angeboten oder vertrieben.

 

 

 

 

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